Badmintonschläger für Anfänger

Nach den ersten Trainingsstunden im Verein, im Schulsport oder mit Freunden im Badmintoncenter stellt sich fast immer die Frage: Welcher Badmintonschläger ist für Anfänger der Richtige? Wie bei vielen Kaufentscheidungen ist auch der Kauf des ersten Badmintonschlägers im wesentlichen eine Frage des Typs. Wir wollen daher an dieser Stelle dem Anfänger helfen, sich selbst einzuschätzen und mit dieser Selbsteinschätzung den besten Badmintonschläger für sich zu finden.


Der Federball und Outdoor-Spieler

Der Federballspieler trifft sich im Garten mit Freunden oder spielt Badminton im Park. Sein Badmintonschläger muss einiges aushalten können und landet schon mal im Gras und zwischen den Einsätzen im Kellerregal. Der Badmintonschläger sollte daher robust sein. Von einem Badmintonschläger aus Stahl vom Discounter oder Baumarkt raten wir dennoch an dieser Stelle ab. Diese Badmintonsets für 10 Euro und weniger, sind zu oft minderwertig verarbeitet und haben eine Bespannung, die den Namen nicht verdient hat. Bei harten Schlägen kann es so schnell passieren, dass der Ball in der Besaitung stecken bleibt. Auch die Griffe und Griffbäder dieser Billigstschläger sind ihr Geld meist nicht wert. Sie saugen den Schweiß nur schlecht auf und lösen sich vom Griff ab.
Für knapp 20-30 Euro gibt es aber Badmintonschläger für Anfänger, die ihr Geld auch wirklich wert sind (z.B. VICTOR Atomos 500 oder VICTOR AL 6500) . Um robust und langlebig zu sein, haben diese Schläger einen Aluminium-Schlägerkopf statt filigranem Carbondesign. Mit ca. 90-100 Gramm sind diese Schläger aber nur wenige Gramm schwerer als Carbon-Rackets und wesentlich leichter als die Baumarkt-Variante. Auch das Griffband ist in dieser Preisklasse meist von guter Qualität und sorgt für trockene Hände.

Der Gelegenheitsspieler

Der Gelegenheitsspieler spielt nur sehr selten (z.B. 1 mal im Monat im Badmintoncenter) oder für einen begrenzten Zeitraum, wie das oft im Schulsport der Fall ist. Wenn sie dann noch häufiger im Doppel antreten und hier den Schlägerkontakt nicht scheuen, dann ist auch hier die Wahl eines robusten Schlägers mit Aluminiumkopf eine gute Wahl. Er wird auch den einen oder anderen Kontakt verkraften und ist meist etwas kopflastiger, was der Schlagweite entgegen kommt.

Der ambitionierte Anfänger

Der ambitionierte Anfänger trainiert regelmäßig im Verein oder spielt häufiger im Badmintoncenter. Verluste durch Schlägerkontakt im Doppel können zur Not verschmerzt werden. Je nach Spielanlage gibt es Allroundschläger mit leicht offensivem Charakter (z.B. Carlton Powerblade Superlite), die etwas kopflastiger sind oder Badmintonschläger mit ausgewogener Balance bzw. leichter Grifflastigkeit (z.B. Oliver RS Power P-800) , die ihrem Spiel Reaktionsschnelligkeit verleihen.
Bei beiden Schlägertypen raten wir dem Anfänger zu einer isometrischen Kopfform. Diese Form des Schlägerkopfes hat den Vorteil, dass Rahmentreffer reduziert werden und auch leicht außermittig getroffene Bälle noch eine ansprechende Weite oder Härte erreichen. Dies liegt daran, dass Badmintonschläger mit isometrischer Kopfform einen vergröerten Sweetspot aufweisen. Das ist der mittige Bereich der Bespannung, der den Federball optimal beschleunigt.